Bei der Gebärmutterentfernung entscheiden wir anhand der Begleitumstände, welches für unsere Patientinnen das beste Verfahren ist:

  • Von der Scheide aus (vaginal):
    Der Vorteil dieses Vorgehens liegt darin, dass weder ein Bauchschnitt noch kleine Schnitte für eine Bauchspiegelung nötig sind und keine Narbe hinterher sichtbar ist. Es ist im Moment das komplikationsärmste Verfahren. Unsere Patientinnen sind schneller wieder fit und haben ein geringeres Risiko für Wundheilungsstörungen. Bei uns wird speziell Wert auf die Aufhängung der Scheide gelegt, um späteren Senkungsbeschwerden vorzubeugen.

 

  • Mittels Bauchspiegelung (Endoskopie):
    Diese Methode wenden wir gerne bei Patientinnen an, die sich einen Bauchschnitt ersparen möchten.
    Bei der Suprazervikalen Laparoskopischen Hysterektomie (SLH) wird die Gebärmutter mittels Bauchspiegelung per Schlüssellochchirurgie (minimal-invasiv - ohne große Schnitte in der Bauchdecke) entfernt. Der Gebärmutterhals bleibt davon unberührt, damit die Aufhängung der Scheide sich nicht verändert. Der Nachteil ist, dass weiterhin Krebsvorsorgeuntersuchungen nötig sind.
    Bei der Totalen Laparoskopischen Hysterektomie (TLH) wird die Gebärmutter einschließlich Gebärmutterhals per Bauchspiegelung entfernt. Dabei können wir, wie auch bei der SLH, die Eierstöcke und - wenn notwendig - auch Lymphknoten und anderes Gewebe mit entfernen.
    Bei der Laparoskopisch Assistierten Vaginalen Hysterektomie (LAVH) kombinieren wir eine Bauchspiegelung mit einer Gebärmutterentfernung durch die Scheide. Dieses Verfahren bringt Vorteile, wenn Verwachsungen vorliegen, die sonst eine vaginale Gebärmutterentfernung unmöglich machen oder wenn eine Bauchspiegelung aus anderen Gründen (z.B. Schmerzen) indiziert ist.
  • Per Bauchschnitt (abdominal):
    Ein Bauchschnitt wird dann angewendet, wenn alle anderen Verfahren nicht möglich oder nicht erwünscht sind.

Dr. Martin Deeken
Chefarzt Frauenklinik
Klinik Püttlingen


Sekretariat:
Sabine Desgranges
Tel.: 06898 / 55-3006
Fax: 06898 / 55-2230
Email: frauenklinik@kksaar.de

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