Dabei handelt es sich meist um eine langsame, selten akute Lockerung der Wachstumsfuge am Hüftkopf-Schenkelhalsübergang, bei der sich der Hüftkopf auf dem Schenkelhals zwischen dem 10. – 16. Lebensjahr verlagert. Jungen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Mädchen. In 30 – 50 % der Fälle manifestiert sich die Erkrankung zeitlich versetzt an beiden Hüftgelenken.
Bei akutem, starkem Abrutschen des Hüftkopfes kann dieser die ernährenden Blutgefäße zerreißen.

Ein Absterben des Hüftkopfes mit ungünstiger Langzeitprognose resultiert daraus. Bei akutem Hüftkopfgleiten bedarf es einer sofortigen Entlastung des betroffenen Beines und einer kurzfristigen operativen Stabilisierung mittels Drähten oder Schrauben, um ein weiteres Abgleiten zu verhindern.

Privatdozent Dr. Thomas Siebel
Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie
Klinik Püttlingen


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