<i>Neue Hüftprothesengeneration</i>

Die neue Titan-Hüftprothesengeneration besteht aus einer Keramik-/Keramik-Gleitpaarung, die sich mit einem besonders schonenden OP-Verfahren einbauen lässt. Diese Prothesen lassen sich über einen sehr speziellen, vorderen seitlichen Zugang einbauen. Dabei werden die Weichteile besonders geschont: Weder Muskeln noch Sehnen werden abgelöst. Voraussetzung für diese Implantationstechnik sind Spezialinstrumente und spezielle OP-Tische, die während der Operation ein Umlagern des Beines bzw. der Hüfte ermöglichen. Sie helfen uns, durch einen kleinen Zugang die Implantate korrekt einzubringen.

Eine wesentliche Voraussetzung ist hierfür ein großes Maß an Erfahrung. Bei sehr guten Knochenverhältnissen verwenden wir Kurzschaftprothesen, ansonsten Normalschaftprothesen aus Titan (die ca. 2,5 bis 3 cm länger als Kurzschaftprothesen sind). Die implantierten Hüftprothesen erlauben aufgrund der angebotenen Schaftvarianten die individuelle Anatomie des Patienten exakter als bisher wieder herzustellen. In letzter Konsequenz ist damit das Neuerlernen des Laufens nicht wirklich nötig, da die Winkelverhältnisse und damit die Bewegung des Hüftgelenkes nach der Operation praktisch identisch zum Ausgangsbefund bleiben. Der Vorteil bei dem Operationsverfahren besteht darin, dass unsere Patienten das Bein bereits am ersten Tag wieder voll belasten können. Sowohl Pfanne als auch Schaft, die in den Knochen einwachsen, bestehen aus Titan. Ein Inlay in der Pfanne und der Kopf auf dem Schaft bestehen aus Keramik. Es handelt sich dabei um eine spezielle Deltakeramikvariante, die man mit dem Hammer bearbeiten kann, ohne dass das Implantat splittert. Durch die minimal-invasive Technik bahnt sich der Operateur lediglich durch anatomisch vorgegebene Muskellücken einen Weg bis auf die Gelenkkapsel. Sehnen oder Muskeln müssen nicht durchtrennt werden. Damit verlieren unsere Patienten weniger Blut, haben nach dem Eingriff weniger Schmerzen und sind früher mobil (Flyer Endoprothetikzentrum: PDF).
Im operativen Austausch von gelockerten Kunstgelenken haben wir seit vielen Jahren große Erfahrung. Hier kommen Spezialkunstgelenke zur Anwendung, welche für die Wechseloperationen am besten geeignet sind. Dabei versuchen wir eine möglichst kleine Prothese einzusetzen, damit wir möglichst viel Knochen erhalten oder wieder aufbauen können.

Privatdozent Dr. Thomas Siebel
Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie
Klinik Püttlingen


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