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Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Inkontinenztherapie (Behandlungsform bei Blasenschwäche) ist die Ursachenabklärung für die Blasenschwäche, da es verschiedene Ursachen und Inkontinenzarten gibt.

Diagnose:
Wir klären die Blasenschwäche mit Hilfe von klinischen Untersuchungen, einer Ultraschallfeindiagnostik, einer 3D-Ultraschalluntersuchung und einer ambulanten Blasendruckmessung (urodynamische Messung), ggfls. in Zusammenarbeit mit den Neurologen, Chirurgen und Urologen ab. Erst nach der exakten Diagnose besprechen wir gemeinsam mit unseren Patientinnen eine weitere, individuelle Therapie.

Therapiemöglichkeiten:

  • Wir führen eine konservative, medikamentöse Therapie durch, wenn sich z.B. die Blase von selber entleert. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten wie Biofeedback, Beckenbodentraining und Elektrostimulation allein oder in Kombination mit Medikamenten.
  • Führen diese Therapieversuche nicht zum Ziel, bieten wir die sogenannte VASA- oder CESA-OP an. Hier wird mit einer kleinen Schlinge die Blasen- und Scheidenaufhängung wieder hergestellt. Damit kommen wir auf eine Heilungsrate der Dranginkontinenz von 50-60%. Sollten sich die Beschwerden nicht ausreichend senken, können wir später noch ein TVT-Bändchen oder eine Blasenhebung durchführen. Damit erreichen wir dann in über 80% der Fälle eine deutliche Verbesserung der Dranginkontinenz. Die Operation können wir auch per Bauchspiegelung realisieren.
  • Darüber hinaus arbeiten wir mit allen klassischen operativen Inkontinenz- und Senkungsoperationen, operativen Netz- oder Schlingeneinlagen, z.B. das TVT (kleine Schlinge unter der Harnröhre). Wir verzichten jedoch so weit wie möglich auf die Verwendung von Fremdmaterial wie große Netze oder Implantate, da uns die Komplikationsrate als zu hoch erscheint.
  • Bei therapieresistenten Blasenentleerungsstörungen verwenden wir in Zusammenarbeit mit der Schmerzklinik (Link) Neuromodulatoren zur sakralen Stimulation.
  • Bei einer wiederkehrenden Inkontinenz gehört der Einsatz von Kollagen zur Therapie. Dabei werden bindegewebeartige Substanzen in die Harnröhrenwand eingebracht, die für einen besseren Verschluss sorgen.
  • Wir wenden die Neurotoxin-Therapie auch bei Dranginkontinenz an. Dabei wird die überaktive Blase durch gezieltes Einbringen eines Nervengiftes in die Blasenwand gelähmt, so dass sie sich nicht mehr zusammenziehen kann.

Dr. Martin Deeken
Chefarzt Frauenklinik
Klinik Püttlingen


Sekretariat:
Sabine Desgranges
Tel.: 06898 / 55-3006
Fax: 06898 / 55-2230
Email: frauenklinik@kksaar.de

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