<i>Computergesteuerter Protheseneinsatz</i>

Bei einem fortgeschrittenen Gelenkverschleiß ist die Implantation eines künstlichen Gelenkersatzes (Totalendoprothese oder Oberflächenersatz) die beste Therapie (Flyer Endoprothetikzentrum: PDF).
Seit vielen Jahren beschäftigen sich Bio-Mechaniker mit dem Phänomen, dass Patienten nach dem Einbau einer Knieprothese in nahezu einem Drittel der Fälle über ein Fremdkörpergefühl berichten: Das Knie ist dabei im Wesentlichen schmerzfrei. Für Patienten ist jedoch eindeutig wahrnehmbar, dass es nicht ihr ursprüngliches, eigenes Kniegelenk ist (Patienteninformation "Gelenkersatz": PDF).

 

 

Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen: Die herkömmlichen Prothesenmodelle ignorieren die natürliche, asymmetrische Form eines jeden Kniegelenkes.

Das bedeutet, dass das künstliche Gelenk dramatisch von der Geometrie eines gesunden Kniegelenkes abweicht. Daher empfehlen wir die individuell nach Maß angefertigte Knieprothese. Sie hilft uns, nach ihrem Einbau exakt die gleichen geometrischen und anatomischen Achsverhältnisse beim Patienten herzustellen. Die Produktion und Planung der individuellen Knieprothese nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch, da neben den konventionellen Röntgenbildern eine Computertomografie des Kniegelenkes angefertigt wird, die eine dreidimensionale Darstellung des Gelenkknochens des Patienten ermöglicht. Anhand dieser Aufnahmen lässt sich die Prothese exakt planen, die der Kniegeometrie des Patienten entspricht. Der Einbau dieser Prothesen wird dadurch erleichtert, dass es für jedes Knie auch spezielle, individuelle Schnittblöcke gibt. Sie funktionieren nach dem Schlüsselschlossprinzip als Negativabdruck des jeweiligen Kniegelenkes. Es wird nur exakt der Anteil am Knochen entfernt, der durch das gefertigte Implantat mit Metall ersetzt wird. Der Zeitraum von der Diagnosestellung der Kniegelenksarthrose bis zum fertigen, individuellen Implantat beläuft sich auf ca. 8 Wochen. Belohnt wird der Patient für die Wartezeit durch eine speziell für ihn angefertigte Knieprothese, die ein Umlernen der sogenannten Reflexverschaltung nicht mehr nötig macht.
Wenn sich Prothesen verschleißbedingt lockern, ist eine Wechseloperation notwendig. Im operativen Austausch von gelockerten Kunstgelenken haben wir seit vielen Jahren eine große Erfahrung. Wir verwenden Spezialkunstgelenke, die für Wechseloperationen am besten geeignet sind.

Privatdozent Dr. Thomas Siebel
Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie
Klinik Püttlingen


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