Je nach Bruchtyp und Patient kommen die klassischen und modernen minimal-invasiven Operationsverfahren zum Einsatz. Ziel aller Operationsverfahren ist die Rekonstruktion der Hinterwand des Leistenkanals, in dem die Bruchlücke liegt.

Wir unterscheiden folgende Verfahren:

  • Klassische OP- Verfahren nach Shouldice:
    Bei dem klassischen OP-Verfahren nach Shouldice verfolgen wir das Prinzip des Bruchlückenverschlusses mit körpereigenem Gewebe. Mit zwei fortlaufenden Nähten wird mit insgesamt vier Nahtreihen die Hinterwand des Leistenkanals rekonstruiert.
  • Hernienreparation nach Lichtenstein:
    Bei der offenen Hernienreparation nach Lichtenstein bedecken wir die Bruchlücke mit einem Kunststoffnetz und verschließen sie dadurch spannungsfrei. Der Engriff wird mit einem Verschluss der Bruchlücke mit Naht kombiniert und lässt sich auch in örtlicher Betäubung durchführen.
  • Endoskopische Verfahren (bevorzugte Methode):
    Bei den endoskopischen Verfahren (Schlüssellochchirurgie) suchen wir im Rahmen einer Bauchhöhlenspiegelung (TAPP) in einer kurzen Vollnarkose die Bruchlücke mittels video-endoskopischer Technik über einen Zugang am Nabel auf und legen ein Kunststoffnetz spannungsfrei ein. Die minimal-invasiven Verfahren erlauben uns einen spannungsfreien Verschluss der Bruchlücke und sind mit nahezu keinen Schmerzen nach der Operation verbunden.

 

Unsere Erfahrung basiert auf über 200 durchgeführten Leistenbruchoperationen pro Jahr, die zu 90 % minimal-invasiv bzw. endoskopisch erfolgen. Zu unserer Sorgfaltspflicht gehört es, den Patienten für eine Nacht zu überwachen.
Der entscheidende Vorteil der minimal-invasiven Methode ist neben der winzigen Operationswunde bzw. Narbe eine nahezu Schmerzfreiheit nach der OP und die sofortige Belastbarkeit. Im Rahmen unseres zertifizierten Hernienzentrums (Verpflichtung zur Qualitätssicherung) untersuchen wir unsere Patienten bezüglich des Operationsergebnisses nach. Diese Ergebnisse werden bundesweit verglichen (Link).

Hinweise für Patienten:

  • Die Vorbereitung und Auswahl des Operationsverfahrens erfolgt ambulant.
  • Blutverdünnende Medikamente müssen evtl. abgesetzt oder umgestellt werden.
  • Die stationäre Aufnahme erfolgt mit stationärer Einweisung i.d.R. am OP-Tag.
  • Die Aufenthaltsdauer beträgt 1-2 Tage.
  • Die Schonung nach der OP ist abhängig vom Operationsverfahren (meist 14 Tage).
  • Wundkontrollen und Fädenentfernung erfolgen durch den Hausarzt oder auf Wunsch in unserer Ambulanz.

Prof. Dr. Thomas Reck
Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie
Klinik Püttlingen


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