Etwa 15% aller Patienten mit einem Bauchschnitt als Voroperation entwickeln im Laufe der Zeit einen „Narbenbruch“: an einer oder mehreren Stellen weicht die Narbe auseinander und es entsteht eine Lücke im Gewebe. 

Bei Narbenbrüchen wird die alte Narbe oft nicht wieder geöffnet. Wir versorgen sie mit der minimal-invasiven Methode über eine Bauchspiegelung (Schlüssellochchirurgie). Dünne Kunststoffnetze kommen zum Einsatz, die von innen an die Bauchdecke geheftet werden. Dadurch erreichen wir eine besonders schonende Versorgung unserer Patienten. Ziel der neuen Techniken ist, dass unsere Patienten schneller genesen und körperlich aktiv sein können. In der Folge verkürzt sich auch der Klinikaufenthalt. Auch beim Nabelbruch verwenden wir spannungsarme Kunststoffnetze, die wir unter der Bauchdecke platzieren. Sie helfen uns, die OP möglichst schmerzarm zu gestalten.

Narbenbruchoperationen stellen einen Schwerpunkt unserer Arbeit dar. Wir führen jährlich etwa 80 Narbenbruchoperationen durch.
Im Rahmen unseres zertifizierten Hernienzentrums untersuchen wir unsere Patienten bezüglich des Operationsergebnisses nach. Die Ergebnisse werden bundesweit verglichen (Link).

Hinweise für Patienten:

  • Vorbereitung ambulant (bei größeren Brüchen stationär)
  • Blutverdünnende Medikamente müssen evtl. abgesetzt oder umgestellt werden
  • Dauer des stationären Aufenthalts beträgt ca. 3-5 Tage, abhängig von der Größe des Befundes und der Operationsmethode
  • Körperliche Schonung meist 4 Wochen

Prof. Dr. Thomas Reck
Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie
Klinik Püttlingen


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