11.04.2019

Selbsthilfefreundliches Krankenhaus


Selbsthilfegruppen bieten gebündelten Mehrwert für Patienten und Angehörige

Das Projekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ stärkt und intensiviert die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und Selbsthilfegruppen in den Kliniken. Ziel ist es, durch eine enge Zusammenarbeit von Ärzten und Pflegekräften mit den Selbsthilfegruppen Patienten und deren Angehörigen besser zu informieren und ihnen schneller Hilfestellungen anzubieten. Gemeinsam sind die „Landesvereinigung SELBSTHILFE e.V. / KISS- Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland“ und das Krankenhaus Püttlingen landesweit die ersten, die ein solches Projekt zur besseren Vernetzung von Selbsthilfegruppen und Kliniken auf den Weg bringen.

Das Konzept beruht auf mehreren Qualitätskriterien, die die Selbsthilfefreundlichkeit einer Klinik beschreiben und auf eine stabile Kooperation bauen. Entsprechende Maßnahmen werden von den beteiligten Selbsthilfegruppen und der Klinik gemeinsam erarbeitet. Sie reichen beispielsweise von der Einrichtung von Räumen, in denen sich Selbsthilfegruppen treffen können, bis zur gezielten Information von Selbsthilfeangeboten für Patienten und deren Angehörigen zu einem Krankheitsbild.

Von einem solchen Projekt profitieren alle Seiten - das Krankenhaus, die Selbsthilfe und vor allem die Patienten und deren Angehörige. Die Kontakte zwischen den Patienten und den Selbsthilfegruppen werden gefördert, Ärzte und Pflegekräfte können ihr Handeln durch den Erfahrungsschatz der Selbsthilfe erweitern und kooperationsbereite Selbsthilfegruppen werden im Krankenhaus aktiv unterstützt. Der Start des gemeinsamen Projektes erfolgt am 15. April im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Krankenhaus Püttlingen.