<i>Thrombose im Ultraschall</i>

Als Thrombose bezeichnen wir ein Gerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß. Venenthrombosen können in allen Körperregionen vorkommen. Löst sich ein solches Gerinnsel und wird mit dem Blutstrom fortgeschwemmt (Embolus), kann es ein Gefäß in einer anderen Körperregion verstopfen (Embolie). Am häufigsten finden sich Thrombosen in den Beinvenen (Beinvenenthrombosen).
Die Risikofaktoren für eine solche Erkrankung sind einerseits persönliche Faktoren, z.B. Erbanlagen, angeborene Gerinnungsstörung (Link), Alter und Lebensstil, zum anderen aber auch besondere Situationen wie Operationen, Reisen, Unfälle, Immobilität, Schwangerschaft und Tumorerkrankungen. Eine Lungenembolie entsteht, wenn sich ein Gerinnsel (Embolus) von der Gefäßwand löst und mit dem Blutstrom in die Lunge transportiert wird. Sind die Lungengefäße verstopft, kann der Sauerstoffaustausch in der Lunge nicht mehr erfolgen. Es kommt zu Luftnot, Brustschmerzen und Herzrasen bis zum Tod.

 

Diagnostik:
Bei Verdacht auf eine Beinvenenthrombose muss die Diagnose mit einem Kompressions-Ultraschall gesichert werden. Bei Verdacht auf eine Lungenembolie überprüfen wir stationär die Diagnose mit der Computertomografie und dem Herz-Ultraschall (Echokardiografie) (Link). Bei jüngeren Menschen sind erbliche Neigungen zur Gerinnselbildung (Thrombophilie) abzuklären.

Therapie:
Bereits bei dem Verdacht einer Thromboembolie beginnen wir direkt mit einer blutgerinnungshemmenden Therapie. Über die Art und die Dauer der blutverdünnenden Therapie entscheiden wir individuell. Die Kompressionstherapie hilft uns bei einer Beinvenenthrombose. Sie vermeidet eine dauerhafte Schädigung der Venenklappen mit Ausbildung einer chronischen Venenschwäche sowie die Bildung von Geschwüren. In Einzelfällen, z.B. bei ausgedehnten frischen Becken-Venenthrombosen, ist die operative Entfernung des Gerinnsels durch einen Katheter notwendig.

Dr. Christiane Jochum
Leitende Ärztin Gefäßzentrum

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