Die Venenentzündung (Phlebitis) bezeichnet eine Entzündung der oberflächlich gelegenen Venen. Ursache an den Beinen sind häufig Krampfadern (Link). Venenentzündungen äußern sich häufig als hochrote, verhärtete und erwärmte Stränge, die sehr schmerzhaft sind. Eine Diagnostik mit der Kompressions- und Duplexsonografie ist erforderlich, um eine Thrombose (Link) im tiefen Venensystem (tiefe Beinvenenthrombose) auszuschließen oder zu bestätigen. Die Therapie besteht aus Blutverdünnung, Kompressionstherapie und entzündungshemmenden Medikamenten. In Einzelfällen ist eine operative Beseitigung der oberflächlichen Gerinnsel erforderlich.

Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz)
Angeborene Venenschwäche, Krampfaderneigung und Thrombosen führen oft zu einer Venenklappenschwäche, die den Rückfluss des Blutes aus dem Bein zum Herzen einschränkt. Die Folge ist eine übermäßige Blutfülle im Bein, die zum Austritt von Flüssigkeit ins Gewebe (Ödeme) und zu Beinschwellungen führt. In der Spätphase der Erkrankung entstehen auch nichtheilende Geschwüre (Ulcus cruris) (Link).

Diagnostik:
Zunächst stellen wir den Schweregrad einer Venenschwäche mit Venenfunktionstestungen (Lichtreflexionsrheografie (LRR)) und der digitalen Photoplethysmografie D-PPG (Link).
Die genaue Darstellung der Venenfunktion erfolgt mit der Duplex-Sonografie. Neben der Venenklappenfunktion können wir dabei auch andere Ursachen einer Venenschwäche, z.B. Thrombosen oder Krampfadern diagnostizieren, die eine spezielle zusätzliche Therapie benötigen. Ebenso ist in vielen Fällen die Abklärung einer Herzschwäche erforderlich (Kardiologie) (Link).

Therapie:
Die Basistherapie stellt die Kompression dar. Diese kann durch Verbände, Strümpfe oder mechanisch erfolgen. Geeignet sind Schwimm-Sport und Wassergymnastik als ergänzende Maßnahmen.

Dr. Christiane Jochum
Leitende Ärztin Gefäßzentrum

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