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Sodbrennen (eine gastrooesophageale Refluxerkrankung) ist unangenehm und stellt für viele Betroffene ein Problem dar. Oft ist der Rückfluss in die Speiseröhre verbunden mit einem bestehenden Zwerchfellbruch die Ursache. Im Bereich der unteren Speiseröhre besteht anatomisch eine Art Schließmuskel, der verhindert, dass Speisen und Magensaft in die Speiseröhre zurückfließen. Ist dieser Mechanismus gestört, helfen zunächst medikamentöse Therapien, insbesondere die sogenannten Säureblocker. Ist die Therapie dauerhaft nicht erfolgreich, besteht die Möglichkeit einer operativen Korrektur.

 

Wir haben im Team mit unseren internistischen Kollegen (Link) die Möglichkeit, mittels Speiseröhren- und Magenspiegelung den Säuregehalt (pH-Wert) in der Speiseröhre, sowie die Druckverhältnisse am Übergang Speiseröhre zum Magen (Manometrie) zu messen. Erst danach schätzen wir die Notwendigkeit und die Erfolgsausichten einer Operation ab.

Bei der Operation engen wir den Zwerchfelldurchtritt der Speiseröhre chirurgisch ein. Falls notwendig, legen wir aus einem Anteil des Magens gebildet, eine sogenannte Manschette um die Speiseröhre herum. Damit stellen wir einen neuen Verschlussmechanismus her. Den Eingriff führen wir bei geeigneten Patienten minimal- invasiv durch.

Oft ist fast der ganze Magen in den Brustkorb gerutscht. Man spricht dann vom Thoraxmagen oder „upside-down-Magen“. Es droht eine Einklemmung und Blutung des Magens, so dass eine Operation notwendig ist. Dabei holen wir den Magen in den Bauchraum zurück und nähen ihn am Zwerchfell an. Die Lücke im Zwerchfell wird verschlossen und der Bereich mit einem Kunststoffnetz verstärkt.

Prof. Dr. Thomas Reck
Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie
Klinik Püttlingen


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